Auf der Stromrechnung steht ein Durchschnittspreis. Was dahinter passiert, sieht man nicht: An der Strombörse ändert sich der Preis jede Viertelstunde. Manchmal ist Strom fast nichts wert oder kostet sogar Geld, an anderen Tagen wird er ein Vielfaches teurer. Ich wollte verstehen, wie diese Preise entstehen und was davon bei den Haushalten ankommt – an einem Ort und mit echten Zahlen.
Die Seite zeigt deshalb vier Dinge:
Ich erzeuge selbst Solarstrom, lade ein Elektroauto und beziehe Strom über einen dynamischen Tarif. Für mich ist es bares Geld zu wissen, wann Strom billig ist und wann nicht.
Die Daten stammen vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Energy-Charts) und werden laufend aktualisiert. Die Seite kommt ohne Werbung und ohne Tracking aus. Sie ersetzt keine Tarifberatung, soll aber helfen, über Strompreise mit Zahlen statt mit Bauchgefühl zu reden.
Der Marktwert ist der Durchschnittserlös, den ein Energieträger am Spotmarkt erzielt hätte. Die Netzbetreiber berechnen die amtlichen Monatsmarktwerte für Solar und Wind auf dieselbe Weise. Was ein Kraftwerk tatsächlich bekommt, hängt zusätzlich von Terminverträgen und, bei EEG-Anlagen, von der Marktprämie ab.
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Gezählt wird, wie lange der Day-Ahead-Börsenpreis unter null lag, in Stunden. Bis September 2025 galten Stundenpreise, seitdem Viertelstundenpreise. Die Historie umfasst das laufende und die zwei vorherigen Kalenderjahre. Heller dargestellt sind laufende Zeiträume und der morgige Tag, dessen Preise bereits versteigert sind. Beim Jahr zählt der Vorjahreswert nur bis zum gleichen Datum.
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Gezeigt ist der kommerzielle Handel, also was an der Börse gekauft und verkauft wurde (positiv = Import nach Deutschland). Der physikalische Fluss weicht davon oft stark ab, weil Strom über Umwege durch die Nachbarnetze fließt. Einen eigenen Importpreis gibt es nicht: Er entspricht dem Börsenpreis im Exportland. Ist die Leitung voll, bleibt ein Preisunterschied zu Deutschland, den die Netzbetreiber als Engpasserlös erhalten. Preiszonen: Dänemark DK1, Schweden SE4, Norwegen NO2 (die an Deutschland grenzenden Zonen), die Schweiz mit Stundenpreisen; Luxemburg liegt mit Deutschland in einer Preiszone. Die Herkunft ist eine Näherung: Der Import gilt als so erzeugt wie der Strom im Exportland in derselben Viertelstunde.
Gerechnet wie bei einem dynamischen Tarif: (Börsenpreis + Lieferantenaufschlag + Netzentgelt + Konzessionsabgabe + Umlagen + Stromsteuer) × (1 + MwSt). Der Grundpreis und die Kosten für den Messstellenbetrieb fallen monatlich an und sind nicht enthalten. Die Netzentgelte unterscheiden sich je nach Netzgebiet zwischen etwa 6 und 22 ct/kWh, voreingestellt ist der Bundesdurchschnitt laut BDEW.